Kinga Glyk Trio | Waschhaus Potsdam | 09.03.2018

Lange nicht mehr im Waschhaus gewesen . . . schön, dass es für das Konzert noch Karten gab. Die polnische Bassistin Kinga Glyk ist in der traditionellen Triobesetzung unterwegs. Neben ihrem Vater Irek Glyk am Schlagzeug ist Rafal Stepien an den Tasteninstrumenten mit dabei. Das "Familienunternehmen" wird ergänzt durch ihren Bruder, der für den perfekten Sound sorgt und ihre Mutter am Merchandisingstand.

Und da ist sie: die vielleicht jüngste Bassistin, die aktuell mit einem eigenen Trio auf der Bühne steht. Der "Maestro der Bassgitarre Jaco Pastorious"  http://www.bremme-hohensee.de/kuenstler/kinga-glyk.html  ist ihr Vorbild und sein Spirit allgegenwärtig. Dennoch gelingt es Kinga sehr überzeugend, ihre Musik authentisch zu machen und die unterschiedlichsten Einflüsse miteinander zu etwas Neuem zu verschmelzen. Und das ist viel mehr als "nur" der Vortrag ihres Internethits "Tears in Heaven" . . . ihre Interpretation des vielleicht schönsten Songs von Eric Clapton ist ein hochemotionales und technisch extrem anspruchsvolles kleines Meisterwerk, vorgetragen auf den vier Saiten ihres Fender-Jazzbass. 

Hier ist Kinga allerdings mit ihrem anderen "Spielgerät" zu sehen: einem weinrotem Greco-SG-Bass.

Der Fender-Jazzbass steht schon fast ikonisch für den swingenden Drive bekannter Musiker, zu denen nicht zuletzt der leider viel zu früh von uns gegangene Jaco Pastorious steht. Ich durfte ihn live erleben in einem unvergesslichen Konzert zusammen mit Birelli Lagrene an der Gitarre. Kingas Spielweise erinnert an ihn, kann sehr leidenschaftlich nach vorne gehen, aber auch zart und fragil sein. Es macht unglaublich viel Spass, sie auf der Bühne zu erleben!

Diese leisen Momente in ihrem Set gehören für mich zu den absoluten Highlights. Kinga ist immer präsent, lässt aber ihren Mitmusikern Raum für solistische Ausflüge und sie hört mit sichtbarer Freude zu . . . hier beim Intro zum Titelsong "Dream" ihrer aktuellen CD.

Zwei Songs sind spieltechnisch so anspruchsvoll, dass Kinga sie im Sitzen interpretiert. Die Fokussierung auf die Musikerin mit ihrem Instrument vor dem Bassverstärker gehört zu den eindruckvollsten Erlebnissen des Konzertabends.

Der Soundtrack zu der folgenden Bilderreihe ist "Tears In Heaven" . . . Zugabe und Schlussakkord eines beeindruckenden Konzerts!

Kinga mit ihrem Vater Irek am Schlagzeug . . . sein Spiel "hält den Laden zusammen", sorgt aber auch für eigene Akzente, die in einem virtuosem Solo gipfeln.

Fehlt noch der Dritte im Bunde: Rafal Stepien an den schwarzen und weißen Tasten.

Und noch einmal Kinga, die mit ihrer Ausstrahlung, ihrer Musik . . .

. . . und ihrem Trio zu begeistern wusste!

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